Jugendliche beim Basketball-Spielen. Foto: T. Maelsa / DRK e.V.
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Ansprechpartner

Team Jugendsozialarbeit

Telefon 07141 121-232
Telefax 07141 121-103
jsa(at)drk-ludwigsburg.de

Monreposstr. 53
71634 Ludwigsburg

In vielfältiger Weise kümmern wir uns um auch um das Wohl der heranwachsenden Generation.

An drei Ludwigsburger Schulen sind unsere Schulsozialarbeiter im Einsatz.

Wir bieten aber auch für Jugendliche, die schon mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind spezielle Kurse an. Auf richterliche Weisung werden hier Jugendliche betreut, um mit ihnen den Weg in ein gewaltfreies Leben und die Integtration in die Gesellschaft zu finden.

  • Schulsozialarbeit Hirschbergschule / Eberhardt-Ludwig-Schule

    Seit September 2000 ist die DRK-Schulsozialarbeit an beiden Schulen in Ludwigsburg - Eglosheim tätig. Sie übernimmt Beratung und Einzelhilfe von Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern bei Schulschwierigkeiten, Erziehungs- und Lebensfragen. Hierzu gehört auch die Vermittlung an unterschiedliche Fachdienste wie Beratungsstellen, Jugendamt, Arbeitsamt, usw.
    Darüber hinaus leitet die Schulsozialarbeit am Mo.,Di. und Fr. von 12:15 -16:00 Uhr das Offene Angebot im Schülertreff Confetti an der Hirschbergschule.

    Hier wird den Schülern und Schülerinnen beider Schulen Freizeit- und Aufenthaltsmöglichkeiten wie Billard, Tischfußball, Musik hören, Tanzen, Tee trinken und Spiele geboten. Das Offene Angebot ist ideal um Kontakte zu den Schülern und Schülerinnen zu knüpfen.

    Geschlechtsspezifische Gruppenarbeit findet am Mittwoch (Mädchentreff) von 12:15 – 14:30 Uhr und am Freitag (Jungenaktionen) von 14:00 – 16:00 Uhr statt.
    Freizeitveranstaltungen wie Sportturniere (Fußball, Basketball, Tischtennis), Graffiti-Workshop, Disco und Ausflüge werden gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen geplant und durchgeführt.

    Zur schulunterstützenden Arbeit gehört die Teilnahme an allen schulischen Konferenzen, gemeinsame Erziehungs- und Hilfeplanung in der Einzelfallhilfe, Mitarbeit in der SMV, sowie Soziales Training mit einzelnen Klassen zur Verbesserung der Klassengemeinschaft und Aufbau sozialer Kompetenzen.

    Die Schulsozialarbeit kooperiert mit den Sozialen Einrichtungen des Stadtteils und führt mit ihnen gemeinsame Veranstaltungen durch. Darüber hinaus beteiligt sich die Schulsozialarbeit an der Arbeitsgemeinschaft für Kinder und Jugendliche im Stadtteil Eglosheim (AGE).

    Zielsetzung der Schulsozialarbeit ist Förderung und Hilfestellung der Schüler und Schülerinnen beim Aufbau und der Stabilisierung von Eigenverantwortung, Selbständigkeit und sozialer Kompetenz.
    Die Schüler und Schülerinnen beider Schulen sollen im Offenen Treff, in die Gruppenangebote und in die Freizeitmaßnahmen integriert werden, um so gegenseitige Vorurteile zwischen Haupt- und Förderschüler abzubauen.

  • Die Schulsozialarbeit an der Justinus- Kerner- Schule Ludwigsburg

    Die Justinus-Kerner-Schule ist eine Werkrealschule mit Lage in der Ludwigsburger Innenstadt. Ein Ausländeranteil von ca. 75 % und die für Jugendliche ungünstige Lage machen sie zu einer sogenannten Schule im sozialen Brennpunkt. Die Schulsozialarbeit arbeitet nach einer schulunterstützenden Konzeption und gleicht strukturelle Defizite aus. Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 wurde die Justinus-Kerner-Schule mit der ehemaligen Uhlandschule zusammengelegt. Die neugebildete Innenstadthauptschule heißt weiterhin Justinus-Kerner-Schule.

    An beiden Schulen gab es seit vielen Jahren Schulsozialarbeit. Glücklicherweise blieben nach der Zusammenlegung beide Schulsozialarbeitsstellen erhalten.

    Da beide Schulsozialarbeiten von verschiedenen Institutionen getragen werden und wurden, besteht für die neue Schulsozialarbeit eine Trägerkooperation aus DRK und CVJM.

    Deshalb arbeitet die Schulsozialarbeit nun in einem paritätisch besetzten Team mit 200% Stellenumfang.

    Die Tätigkeiten in der Schulsozialarbeit

    • Mitwirkung im Unterrichts- und Schulgeschehen
    • Beratungsorientierte Teilnahme am Unterricht
    • Durchführung von Klassenrat, gemeinsame Unterrichtsgestaltung mit Lehrern zu bestimmten Themen
    • Teilnahme und Mitarbeit in Lehrerkonferenzen, Elternabenden, Elternbeiratssitzungen, SMV und Elternsprechtagen
    • Mitwirkung bei Projekttagen / Wandertagen / Schullandheimaufenthalten

    Einzelfallhilfe und sozialpädagogische Gruppenarbei

    • Beratung von Eltern in Erziehungsfragen
    • Beratung von Schülern
    • sozialpädagogische Beratung der Lehrkräfte bei Konflikten mit Schülern

    sozialpädagogische Gruppenangebote zur Unterstützung von Klassengemeinschaften

    • Mädchenarbeit

    Sozialpädagogische Angebote außerhalb des Unterrichts

    • Einrichtung und Durchführung offener Schülertreffs
    • Angebote von Arbeitsgemeinschaften
    • Angebot von Frühstück zu besonderen Anlässen
    • Veranstaltungen zu Erziehungsfragen für Eltern
    • Hilfe beim Übergang von der Schule in den Beruf bei Bedarf

    Kooperation mit Behörden und sozialen Institutionen

    • Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, Beratungsstellen, Tageseinrichtungen für Schulkinder
    • Mitwirkung relevanten AK´s/ Netzwerken/ Runden Tischen
  • Ambulante Maßnahmen für straffällige Jugendliche

    Ambulante Maßnahmen nach dem JGG

    Im Rahmen der Ambulanten Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz (§ 10 JGG) bietet das DRK seit 1985 Soziale Trainingskurse (STK) und Betreuungsweisung (BTW) für das Landratsamt Ludwigsburg an. Die Zielgruppe sind mehrfach straffällige Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14 bis 21 Jahre aus dem gesamten Landkreis. Beide Maßnahmen sind jugendrichterliche Weisung und die Teilnahme ist verpflichtend. Bei Nichterfüllung folgen i.d.R. sanktionierenden Maßnahmen nach dem JGG. Allgemein habe die Maßnahme nach §10 JGG einen erzieherischen Charakter. Sie sollen die Jugendlichen und Heranwachsenden in ihrer Entwicklung unterstützen, die Erziehung fördern und weitere Straftaten verhindern.
    Die allgemeinen Zielsetzungen sind:
    • Vermeindung von freiheitsentziehender Rechtsfolgen (Jugendarrest, Jugendstrafe)
    • Förderung des Sozialverhaltens sowie der Persönlichkeitsentwicklung
    • Stärkung des Selbstwertgefühls
    • Ressourcenorientierte und realistische Zielperspektive
    • Intensive und konfrontative Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Straftat

    Soziale Trainingskurse (STK)

    Der Soziale Trainingskurs (STK) nach § 10 Abs. 6 JGG ist ein wöchentliches gruppenpädagogisches Angebot. Die Methode orientiert sich am lerntheoretischen Verhaltenstraining nach Bandura und an den Ansätzen der Konfrontativen Pädagogik. Die Kurse sind geschlechtsspezifisch. Die Dauer und Inhalte richtet sich nach der Teilnehmerzahl (ca. 8-12) sowie nach den Täterprofilen. In der Regel sind dies Gewalttäter/innen. Weitere Sonderkurse (Sachbeschädigung, Internetkriminalität, Diebstahl, Bandenkriminalität) werden auf Anfrage angeboten.
    Zentrale Inhalte des STK sind:
    • Individuelles Vor- und Nachgespräch
    • Biografiearbeit
    • Detaillierte Tataufarbeitung unter Einbeziehung der Anklageschrift und Urteil
    • Herstellung von Opferempathie
    • Aufbrechen von Neutralisierungstechniken

    2. Betreuungsweisung

    Die Betreuungsweisung (BTW)  nach § 10 Abs. 5 JGG ist eine individuelle Einzelbetreuung über 6 oder 12 Monate. Die Ansatzpunkte der BTW sind dabei sowohl die Lebenswelt des Jugendlichen, aber auch gerichtliche Auflagen.
    Wiederkehrende und zentrale Themen sind:
    • Schule/ Schulabschluss
    • Arbeit/ Ausbildung
    • Familie
    • Wohnen/ Unterkunft
    • Lebensunterhalt/ Schulden
    • Freizeitgestaltung
    • Erfüllung der gerichtlichen Auflagen
    • Elternarbeit
    Im Mittelpunkt steht demnach der junge Mensch mit all seinen Fragen, Wünschen, Zielen und Problemen. Gefordert wird eine verlässliche und aktive Mitarbeit.

    In Planung: Coolnesstraining®

    Das DRK Ludwigsburg bietet Coolnesstraining® (CT) als freiwilliges Angebot für bestehende Gruppen (z.B. Schulklassen, Vereine etc./ ab 12 Jahre) an. Die Durchführung erfolgt nach den Qualitätsstandards des Deutschen Instituts für Konfrontative Pädagogik (http://www.konfrontative-paedagogik.de/).

    Oberstes Ziel ist der Opferschutz und Verhinderung von Gewalttaten und Mobbing. Das CT® setzt dazu bei der Gruppe selber (Täter/ Opfer & „Seh – Leute“) und der Institution an. In einem regelmäßigen Training wird eine Kultur des friedvollen Einmischens und des pro-sozialen Verhaltens etabliert.