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Dr. Utz Remlinger ist der neue Vorsitzende
des DRK-Kreisverbandes

Die Wahl von Landrat-Stellvertreter Dr. Utz Remlinger zum neuen 1. Vorsitzenden war der markanteste Punkt bei der Kreisversammlung
des DRK-Kreisverbandes Ludwigsburg in Hemmingen am 18. November 2011. Mit großer Mehrheit wählten die
299 Delegierten den Ersten Landesbeamten zu ihrem neuen Frontmann. Nach wie vor sind die Finanzen ein Thema, das den DRK-Kreisverband wie auch alle anderen Wohlfahrtsverbände drückt.

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Vize-Landrat Dr. Utz Remlinger tritt somit die Nachfolge
von Michael Vögele an, der dem Kreisverband seit April 2000
als 1. Vorsitzender gedient hat. Michael Vögele hatte schon lange
vor der Kreisversammlung seinen Rückzug angekündigt, sofern
ein geeigneter Nachfolger gefunden wird.
Dr. Utz Remlinger trägt die Hoffnungen vieler Rotkreuzmitglieder,
denn er übernimmt das Schiff als Kapitän in schwerer
finanzieller See. Wie der ebenfalls scheidende Schatzmeister,
Klaus Warthon, Bürgermeister der Gemeinde Benningen, erläuterte,
steht immer noch ein Jahresfehlbetrag von rund 520.000,- Euro
in der Bilanz. Das ist zwar ein merklicher Rückgang gegenüber
den strukturell bedingten fast zwei Millionen des Jahres 2009,
aber dieser Fehlbetrag hängt weiterhin an den Reserven des Kreisverbandes.
Inzwischen wurden Maßnahmen zur weiteren Konsolidierung
bis hin zu Schließungen von Einrichtungen und Diensten
beschlossen, aber der Hauptbrocken des Abmangels stammt
mit 560.000,- Euro noch immer aus dem Bereich Rettungsdienst/
Krankentransport.


Zum einen ist hierbei die Kostenerstattung der Krankenkassen
ein schwieriges Thema, das nun durch den Wegfall des Zivildienstes
und des damit verknüpften Rückgangs der Absolventen
des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) noch verschärft wird. Dies
merkte auch Walter Adler an. Der stellvertretende Vorsitzende des
Kreisverbandes hielt seinen Bericht für den 1. Vorsitzenden Michael
Vögele, der gesundheitsbedingt nicht an der Sitzung teilnehmen
konnte. Adler nennt in seinem Bericht einige Punkte, die den Löwenanteil
des Defizits verursachen: allgemein steigende Kosten
auf der einen Seite und immer weniger Zuschüsse und Leistungen
der öffentlichen Hand gehören ebenso dazu, wie das gesetzlich
eingeräumte Recht der Krankenkassen, mit einem Zahlungsziel
von 90 Tagen die Rettungsdienst- und Krankentransport-
rechnungen zu begleichen. Weiterhin muss das DRK Tariflöhne
bezahlen, was gerade in Bereichen, in denen man mit anderen
Anbietern in Konkurrenz steht, einen schweren Wettbewerbsnachteil
ausmacht, denn dort werden zum Teil geringere Löhne bis hin
zu Dumpinglöhnen bezahlt. Adler bedauert, dass durch die unumgänglichen
Maßnahmen vor allem die Klienten, meist hilfsbedürftige
oder sozial schwache Menschen betroffen sind, aber auch
der Kreisverband könne auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben,
als er einnimmt.


Kreisbereitschaftsführerin Kornelia Brandl-Reinert, die Leiterin
des Jugendrotkreuzes, Stephanie Wölper, und der bisherige
Leiter der Bergwacht, Manfred Hormann, gaben ihre Berichte über
die vielfältigen Aktivitäten der ehrenamtlichen Gliederungen ab.
Diese wurden auch im Grußwort des stellvertretenden Vorsitzenden
des Landesverbandes, Wolfgang Haalboom, als tragende
Säulen des DRK hervorgehoben. Die Entlastung des Kreisvorstandes
erfolgte auf Antrag von Hemmingens Bürgermeister Thomas Schäfer.
Aus dem bisherigen engeren Vorstand stellten sich Walter
Adler als stellvertretender Vorsitzender und Peter Schweizer als
Justiziar wieder zur Wahl. Als weiterer 2. Vorsitzender konnte
Uwe Seibold, Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim am Neckar,
gewonnen werden. Ins Amt des Schatzmeisters wurde Martin
Gerlitzky, ein Mann aus der Wirtschaft, gewählt. Bestätigt wurden
die Mitglieder des Kreisvorstandes, die Kraft Amtes in diesem
Gremium einen Sitz haben und dazu wurden noch 18 Beisitzer
gewählt.

Arnim Bauer